AfD BW | KV Pforzheim/Enz

Gedenktag in Pforzheim

 


Gedenktag in Pforzheim: Schuld lässt sich nicht durch erneute Schuld aufwiegen oder rechtfertigen


Pressemitteilung - Stuttgart, den 22.02.2017



 


Am 23. Februar 1945 wurden in Pforzheim durch britische Bombardierung, innerhalb von 20 Minuten, mehr als 17.600 Menschen in den Tod gerissen. „Der jährliche Gedenktag der Stadt an dieses verheerende Ereignis ist seit vielen Jahren geprägt durch zwei sich konträr und unversöhnlich gegenüberstehenden Gedenkfeiern“, bedauert der Pforzheimer AfD-Abgeordnete Dr. Bernd Grimmer. Das Gedenken der Stadt rückt das nationalsozialistische Deutschland in den Mittelpunkt, das die alleinige Schuld am zweiten Weltkrieg trage und letztlich diese Bombardierung herbeigeführt habeDie Veranstalter der Fackel-Mahnwache sehen die Toten als Opfer des kriegsverbrecherischen alliierten Bombenterrors. Auch in der öffentlichen Diskussion stehen sich die unterschiedlichen Sichtweisen unversöhnlich gegenüber.



 


Verhöhnung der Opfer, die als Schuldige gebrandmarkt werden



 


 „Ein Gedenktag, der die Opfer offen oder unausgesprochen als Schuldige brandmarkt, die ihr Schicksal quasi verdient hätten, ist eine Verhöhnung sondergleichen“, empört sich Grimmer. „Dies gilt ebenso gegenüber den Angehörigen und Nachfahren dieser Opfer. Schuld lässt sich nicht durch erneute Schuld aufwiegen oder rechtfertigen“, mahnt Grimmer. Deshalb ist es falsch, wenn die Pforzheimer Bürgermeisterin Sibylle Schüssler behauptet, es gelte ewig gestrigen Nazis entgegenzutreten, „die den Gedenktag jedes Jahr auf das Unwürdigste missbrauchen.“



 


Bombardierung von Zivilbevölkerung: Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit



 


„Viele Bürger, außerhalb des Fackelmarsches, irritiert der einseitige Umgang mit den Opfern seitens der Stadt, der Kirchen, Gewerkschaften sowie linkslastiger Verbände und Institutionen, die sich in moralischer Überheblichkeit zur Schau stellen“, kritisiert Grimmer. Diese Form der Erinnerungskultur blendet vollkommen aus, dass die Bombardierung der Pforzheimer Zivilbevölkerung, wie auch anderer deutscher Städte, eindeutig Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit waren. Mahatma Gandhi bezeichnete das Vorgehen der Alliierten mit folgenden Worten: „Hitler mit seinen Waffen bekämpfen, und das Ende ist, daß sie Hitler mit Hitler übertroffen haben.“



 


Flächenbombardierung bereits 1928 im Kriegshandbuch der Royal Air Force



 


Die Strategie einer massiven Flächenbombardierung war im Übrigen keine Erfindung, die aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs gewonnen wurde. Das Kriegshandbuch der Royal Air Force proklamierte bereits 1928(!) den sogenannten unterschiedslosen Bombenkrieg, den Flächenangriff auf zivile Ziele - als Terrorangriff zur Brechung des nationalen Widerstandswillens. Es erklärte „… die Willenskraft oder nationale Moral“ eines potentiellen Gegners zum obersten Angriffsziel, noch vor dessen Armeen, Fabriken und Transportwegen. Hierzu passt Churchills wüstes Zitat: "Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können."


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