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Dr. Bernd Grimmer MdL: Müssen Wissenschaftler ihre Freiheit verteidigen?


 


Stuttgart. Der wissenschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Bernd Grimmer, hat die Gründung eines Netzwerks, das Wissenschaftler bei umstrittenen Forschungsthemen unterstützen soll, als Trendwende im Kampf um die Meinungsfreiheit gewürdigt. Die genauen Hintergründe will die Wissenschaftlervereinigung bald veröffentlichen. Einer davon sind zunehmende Klagen, dass Wissenschaftler sich nicht mehr getrauen, Positionen einzunehmen, die nicht mit dem Mainstream übereinstimmen. „Es ist schrecklich, dass die Furcht vor medialen Empörungswellen so immens ist, dass die Wissenschaftler lieber schweigen. Dass Wissenschaft zum Schweigen gebracht wird, ist zwar kein neues Phänomen, doch würde es jeder Demokrat einem diktatorischen Regime zuschreiben. Doch diese demokratieunwürdigen Verhältnisse sind nun auch bei uns angekommen.“


 


Unkonventionelle Positionen oder kontroverse Diskussionen sind nicht nur unerwünscht, sondern gar gefährlich, erklärt Grimmer mit Blick auf die Studie der Sozialwissenschaftler Matthias Revers und Richard Traunmüller über mutmaßliche Beschränkungen der Redefreiheit an Hochschulen, die in der „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie“ (Band 72, Ausgabe 3, September 2020) erschienen ist. Sie brachte den alarmierenden Befund, dass ein beträchtlicher Anteil von Studenten mit anderen Meinungen nicht konfrontiert werden will. Ein Drittel bis die Hälfte der Befragten sind dagegen, Redner mit abweichenden Meinungen zu den am meisten umstrittenen Themen Islam, Geschlecht und Zuwanderung an der Hochschule zu dulden. Noch höher ist der Anteil derer, die solchen Personen keine Lehrbefugnis geben würden, wiederum ein Drittel will ihre Bücher aus den Bibliotheken verbannen.


 


„Eine derartige Haltung ist nicht mehr weit von der Bücherverbrennung aus unseligen Zeiten entfernt. Die Freiheit der Lehre und Wissenschaft ist ein Grundrecht. Dieses Grundrecht wird den Wissenschaftlern an den Universitäten und Hochschulen zunehmend verwehrt. Sie schließen sich zusammen, um für etwas zu kämpfen, was eigentlich selbstverständlich sein müsste. Für diesen untragbaren Zustand trägt auch Ministerin Bauer samt der Landesregierung Verantwortung“, schließt Dr. Grimmer.


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