AfD BW | KV Pforzheim/Enz

Umschwenken beim Klimathema – deutsche Angstlust verhindert die notwendige Anpassung an die Wirklichkeit

Liebe Leser,
Wenn eine Gesellschaft, eine Nation, die Stabilität zum Normalzustand erklärt hat und sich anschickt, diese zu verwalten, dann hat sich diese Gesellschaft eigentlich zur Ruhe gesetzt. Wenn eine Generation das Glück hat, ohne schwere Krise oder Krieg leben zu dürfen, dann macht sie sich ihre Krise selbst und ergötzt sich an einer merkwürdigen Angstlust. Es kann derzeit gar nicht genug Weltuntergangslust sein, und wir erleben Prediger- und Büßerbewegungen, die schon wahrhaft mittelalterlich anmuten. Das Ende ist nahe! Schämt euch für’s Autofahren! Für’s Fleischessen. Für’s Kinderkriegen! Für’s Dasein! Sicherlich macht es Lust, andere Menschen zu beschämen und sich als vermeintlich besserer Mensch von ihnen abzusetzen, gerade auch wenn man sich deren Lebenshaltung selbst nicht leisten kann oder sich die Mühe des Erwerbs nicht machen mag. So entwertet man die Privilegien anderer Menschen, indem man ihre Gesinnung pauschal für unsolidarisch-lebensfeindlich erklärt. Man spuckt ihnen von vermeintlich moralischer Warte in ihren Lebensentwurf. Wir sehen das heute jeden Tag. Öffentlich ausgelebte Formen von Lust sind in Deutschland überhaupt ein interessantes Thema, das durchaus eine wissenschaftliche Betrachtung verdiente. Ich stelle hier einmal die These auf: Unsere Gesellschaft (und ich meine hier Westdeutschland) wurde seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht existentiell bedroht. Wir hatten den Kalten Krieg zwischen den ideologischen Systemen, die ihre Stellvertreterkriege in ärmeren Ländern austrugen, deren enorme Overkill-Möglichkeiten aber Europa in stabiler Spannung hielten. Was seither kam, wurde uns als eine Art „ewiger Friede“ dargestellt. Die Bequemlichkeit und die fehlende Herausforderung fordern eine Sinnsuche heraus. Auch das machte Lust – auf die Hybris vermeintlicher menschlicher Allmacht, man habe die Kontrolle, man habe alles im Griff. Das Klima zum Beispiel: Man könne mithilfe des CO2-Gehalts der Atmosphäre sein Wunschklima einstellen, wie bei einem Thermostat. Worauf ich in meinem heutigen Beitrag hinauswill: Die sogenannte Klimakrise reflektiert weniger eine äußere Gegebenheit, als vielmehr eine Reaktion auf die innere Befindlichkeit einer Gesellschaft. Dies wird kein harmonischer Text.


Der Problemlösungsmodus, die Herausforderung zur Bewältigung der eigenen Existenz, gehört zum im Menschen verwurzelten Erbprogramm. Wird diese Energie nicht abgerufen, dann sucht sie sich Themen, sich daran abzuarbeiten. Krise entsteht, wo der eigene Bestand zu selbstverständlich geworden ist; wird er nicht von außen angefochten, dann wird er von innen dekonstruiert. Die tiefe Sinnkrise unserer westeuropäischen Gesellschaften, die Unsicherheit über Orientierungen und Werthaltungen im Gefolge äußeren Friedens und innerer schrankenloser Liberalisierung wird nach außen projiziert - zu einer äußeren Krise, zu einem vermeintlich global einigenden Anliegen umgedeutet. Alle sollen spuren, damit die deutsche Angst und Leere weggehen. Alle wesentlichen Freiheiten liberaler Denkweise sind bis an die Grenze des Zusammenhalts der Gesellschaft verwirklicht. Jetzt kann – in ihrem bigotten Streben nach dem vermeintlichen Paradies restloser Unterschiedslosigkeit - die liberale Gesellschaft nur noch sich selbst bekämpfen. Zum Feindbild erkoren werden nun die vermeintlich „rückständigen“ Milieus der Gesellschaft, da Fremdgruppen zu Feindbildern zu erklären durchgehend tabuisiert ist, das Exorzismusritual wider die in ihren inneren Ursachen unverstandene Krise aber den Distanzierungsgestus (die Scheidung der „Guten“ von den „Bösen“) benötigt. Wer dem angeblich freundlichen „Außen“ keine Vorwürfe mehr machen darf, der zerfleischt sich selbst, und die Lust, sich auf anderer Menschen Kosten moralisch überlegen zu fühlen, ist in der Klimadebatte unabweisbar vorhanden. Mittelalterliche Hexenjagden wird man sich ebenso wie umgekehrt Kreuzzüge ähnlich motviert vorstellen dürfen, wie die heutigen Phänomene. Ebenso offizielle Dämonenfiguren, wie den US-Präsidenten und neuerdings den Brasilianer. Besonders scheint dieser Scheidungs-Mechanismus, der eigentlich negative Energien aus der Gesellschaft hinaus ableiten soll, in Deutschland zuzutreffen, wo der Umgang mit einem verlorenen Weltkrieg und den mit diesem verbundenen Verbrechen die Nation als allgemeines Anliegen und als allgemeingültigen und nicht hinterfragbaren Identifikationskern in Frage gestellt haben. Da wir uns als Täternation definieren, bleiben die Unzufriedenheiten drinnen. Wenn aber das Klima menschengemacht sein soll und menschlicher Macht unterliegt, dann lassen sich daraus gute Gründe, schlechte Gründe und (zunächst „moralisch“ begründete!) Hierarchien konstruieren.


Wenn wir die Thesen dann zu vermeintlich objektiver Wissenschaft erheben, dann erheben wir die Wissenschaftler zu den Päpsten eines Kultes der vermeintlichen unwiderstehlichen Rationalität – welcher zu widersprechen Leugnung und Frevel sei. In Wirklichkeit praktizieren wir einen geradezu mittelalterlichen Mechanismus. Wir denken uns in Verdrängung unserer alltäglichen Widersprüche über unseren Beritt ausgreifende Probleme aus, dann finden wir Erlösertypen, und die stilisieren wir zu Idolen. Ebenso denken wir uns Probleme aus, finden Schuldige und verteufeln dieselben zu Ketzern. So entstehen Umwälzungen und werden Eliten hochgespült, während vorherige Eliten in den Abstieg gedrängt werden, da ihre Bestrebungen, Leistungen und Legitimitäten als wertlos und „schuldig“ dargestellt werden. Interessant ist, dass diese neue Macht sich nicht aus Leistung, sondern aus GESINNUNG begründet, die uns als unwiderstehliche Wissenschaft verkauft wird. Das neue Vorbild ist der Aktivist, für den konventionelles Recht nicht mehr gilt. Wo aber die einen Menschen angeblich den Weltuntergang herbeiführen und mindestens umerzogen werden sollen, da werfen sich andere Menschen zu rettenden Führergestalten auf. Die These vom menschengemachten Klimawandel wird benötigt, um das Bild einer nahezu allmächtigen Problemlöser-Technokratenelite zu zeichnen, der mit Vernunft nicht mehr widersprochen werden könne. Man macht eine Rechnung nach neuen Parametern auf: Eine Welt sei zu retten! Die Leistung, z.B. für Wohlstand gesorgt zu haben, zählt nun nicht mehr. Was gestern z.B. als Motor Sinn ergab, sei heute widersinnig und verderblich. So entsteht eine Form der Ordnung und Orientierung, die ihrer eigenen, neuen „irrationalen Rationalität“ folgt. Die Technokraten haben sich über die a) Schaffung einer Krisenmentalität, b) die Erhebung ihrer Lehren zum Dogma und c) ein mediales Nahezu-Monopol zur Stellung von Hohepriestern gebracht, ohne deren Placet nichts geht. Die Bundesregierung unterhält heute ein „Klimakabinett“, dessen universales Kontrollrecht mit einem religiösen iranischen Revolutionsrat zu vergleichen wäre. Es ist das makellose Herrschaftskonstrukt des dogmatischen ewigen Wahrheitsanspruchs, heute legitimiert durch eine Wissenschaft, die den ZWEIFEL als die Urzelle der Wissenschaft nicht mehr in ihren Reihen dulden will und Dogmen aufstellt, die einen Kepler oder Galilei zum Widerspruch herausgefordert hätten. Es geht um einen durchreifenden Machtwechsel und Elitenwechsel, der (mit Hilfe des Vehikels angeblich angeblicher Wissenschaftlichkeit) mit moralischen Überlegenheit eines globalen Altruismus begründet werden soll. Ich sehe in der These eines menschengemachten Klimawandels, die uns wie Sauerbier als angeblicher universaler wissenschaftlicher Konsens aufgedrängt wird, das Vehikel einer ideologisch-oligarchischen Herrschaft, von ideologischem Herrschaftswillen und von in „alternative Energien“ investiertem Kapital. Die politische Klasse – teils bis hinein in unsere AfD - hingegen hofft, in ihren Ämtern zu verbleiben, indem sie rückhaltlos auf dieses zeitgeistige Pferd setzt und sich selbst als treibenden Innovator darstellt.


Es geht hier um Herrschaftslust und künftige Privilegien für die Aktivisten von heute. Vor allem kontrolliert man mit dem permanenten Klima-Krisenmodus heute die Freiheit und Selbstverwirklichung seiner Mitmenschen und will sie beherrschen und erziehen, dass es nur so eine Lust ist. Es geht um nicht weniger als die Umformung („Die Große Transformation“) aller Lebensbereiche. Die Interpretation der sogenannten Klimakatastrophe, die „korrekte“ Deutung, wird reale, ja diktatorische Macht. Um das Wesen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) zu verstehen, genügt es, sich dessen Büchlein „The Great Transformation. Climate – Can We Beat The Heat?“ (WBGU 2014, ISBN 978-3-936191-41-7) anzusehen, in dem sich Klimaforscher und Politologen allen Ernstes als Weltretterhelden in Form eines Comic-Buches zelebrieren. Dies sehe ich als kompletten Größenwahn an: „The evidence for man-made climate change is overwhelming. (…) We can stop a global climate disaster if engineers, business-people and policy-makers all pull together and if all work on the great transformation across national borders.“ Macht über Menschen auszuüben heißt: Menschen zu erziehen, Menschen zu Verhalten zu zwingen, das Leben der Menschen zu kontrollieren, sie zu radikalen Verhaltensänderungen nach den eigenen Vorstellungen zu zwingen – zu herrschen. Sicher macht auch das Lust. Die Lust vermeintlichen Allmachtsstatus in den Augen derer, die beherrscht werden wollen.


Es gibt in Deutschland noch eine augenfällige, öffentlich ausgelebte Lust: Die Lust, sich einer vermeintlich großen Idee zu unterwerfen, eine Unterwerfungslust. Hintergrund derselben ist eine Sehnsucht, eingeordnet zu sein, dazuzugehören und nicht hinterfragt, nicht als Außenseiter bloßgestellt, in Frieden gelassen zu werden. Gerade dies wird schwierig, wo der Anpassungsdruck inzwischen buchstäblich alle Lebensbereiche erfasst, von der Ausstellung im Museum, über die Wortwahl am Arbeitsplatz, bis hin zur öffentlichen Symbolik im Allgemeingültigen, wie im Detail. Anfang September 2019 findet in Stuttgart z.B. das „Weindorf“ statt, saisonale Gastronomie und Brauchtum unter offenem Himmel. Jeder Blumentopf ist mit der Regenbogenfahne geschmückt, dem Symbol der Homosexuellenbewegung, das augenscheinlich zum Symbol augenfälliger „Weltoffenheit“ erhoben werden soll. Und auch noch der letzte Schankwirt macht bis auf den letzten Blumentopf mit! Sollte es 1939 ein „Weindorf“ in Stuttgart gegeben haben, so kann man sich mit der gleichen Selbstverständlichkeit eine ebenso einheitliche zeitgeistige Beflaggung anderer Symbolik vorstellen, und es läuft einem kalt den Rücken herunter. Sucht man zu erfahren - auf wessen Initiative findet dies statt? Wer hat die Regenbogenfähnchen angeordnet? Hat Zwang stattgefunden, hat man Bedingungen gestellt? Dann wird man keine Antwort finden. Und dennoch hat das Phänomen unbestreitbar stattgefunden, ohne dass es des sichtbaren Zwanges bedurfte. Der Pessimist ahnt: Der deutschen Krämerseele ist die Symbolik vom Dienst ohnehin egal, solange die Geschäfte laufen. Man versteht beinahe, wie die Extremisten der 1970er Jahre in die Welt kamen.


Niemand wird uns sagen können, wer die eindeutige Homosexuellen-Symbolik auf dem Weinfest durchgesetzt hat, und dennoch hat sie stattgefunden, und augenscheinlich hat sich keiner quergestellt. Wer sich heute alles gefallen lässt, wer sich für die von den Mächtigen vom Tage propagierte Ideologie so gespenstisch selbstverständlich einspannen lässt, der sollte in seiner Bewertung der Menschen von 1939 Vorsicht walten lassen. Oder - nehmen Sie den Prospekt eines Discounters von 2019 zur Hand, wo man ihnen gerne arrivierte, nicht mehr wendige einheimische Paare zeigt. Wo Ihnen der Discounter aber die Zukunft zeigt, da finden Sie heute häufiger als nicht sportliche und vitale junge Männer vom Afro-Typus in Begleitung einheimischer junger Frauen – na und? 1944 zeigten Ihnen die Profiteure vom Dienst mit derselben Gründlichkeit blondbezopfte Maiden, weil es politisch gewünscht war, und HJ-Mitglied Hardy Krüger, zuletzt als bekennender Unterstützer der Amadeu-Antonio-Stiftung bekannt, begründete seine Filmkarriere mit dem Propagandastreifen „Junge Adler“. Es soll nun keiner sagen, der Deutsche sei nicht grundsätzlich wandelbar, wenn er Nutzen wittert. Merken wir uns diese Erkenntnis.


Dennoch bewegt mich die Frage: Wer hat damals wie heute all die klaglosen Anpasser zu ihrem letztendlich selbsterniedrigenden Tun, zur Aufgabe ihrer Würde gezwungen? So kann heute (vgl. Badische Zeitung online vom 14.8.2019) die amtierende Landtagspräsidentin Aras mitten in Deutschland das angebliche Diktum ihres Vaters als These in den Raum stellen: „Heimat ist da, wo der Esel satt wird.“ Und kein badischer oder württembergischer Parlamentarier der Altparteien fühlt Scham genug im Leibe, eine solche Erniedrigung durch die auch ihn repräsentierende Landtagspräsidentin öffentlich als ungehörig zu rügen. Meine Familie hatte nicht mit Eseln zu tun, und vielleicht gelte ich deshalb als voreingenommen: Aber sagen Sie mir, liebe Leser, wer hat Landtag und Presse gezwungen, sich einen magengesteuert-nomadischen Heimatbegriff aufdrängen zu lassen und dazu lautstark zu schweigen, während sie ihren deutschen Selbsthass auf unsere junge Partei AfD projizieren? Keiner hat das. Oder – wer hätte sie je gezwungen, eine zum gefühlt 30. Mal vor Publikum wiedergekäute abgeschmackte Analphabeten-Erfolgsgeschichte mit regelmäßigen Jubelausbrüchen zu goutieren? Oder - wer hätte Jubelbiographien auf die weise Staatenlenkerin Merkel erzwingen können, wo wir doch in unserem Land so viel Wert auf die individuelle Entfaltungsdreiheit der Kulturschaffenden legen und vermeintlich in einer Orgie grenzenloser Humanität niemand zu nichts mehr zwingen? Fakt ist: Das freiwillige Suhlen in rückgratloser Maßlosigkeit braucht offenbar gar keine Diktatur. Die Diktatur hingegen brauchte man nach dem Krieg, um sein eigenes Versagen auf fremde Schuld abzuwälzen. Und die AfD braucht man, um für seinen unvermeidlichen Selbstekel den Schuldigen zu finden, der ein notwendiges Thema thematisiert und die deutschen Abgründe der heutigen Herrschaft offenlegt. Die moralische Diarrhöe nennt sich dann Distanzierung - versuchen Sie einmal eine Verteilfirma zu finden, die eine AfD-Broschüre verteilt. Es muss also in dieser Gesellschaft etwas, aus freien Stücken, Konformistisch-Masochistisches sein, was sich an den als stärker Empfundenen anpassen und sich DER MACHT unterwerfen will und instinktiv ihre Nähe sucht: „Liebe anmaßende Großmäuler, entschuldigt bitte, dass ich mich zu leben getraue! Bitte tut mir nichts!“ Eine Gesellschaft, die ihre traditionellen Tabus mit rücksichtslosem Exhibitionismus abstreift, will erstaunlicher Weise gar nicht frei sein, so lerne ich. Sie hat sich mit ihrer muffigen politischen Korrektheit in Wahrheit viel strengere neue Tabus geschaffen, auf dass sie niemals die Angst vor der Freiheit mehr spüren möge. Das mag nicht jeder gerne hören, denn es ist der lebendige Gegenbeweis zu unserem so peinlich gewordenen Staatskult mit seinen inflationären Treueschwüren, die Errungenschaften unserer freiheitlichen Ordnung bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Die sogenannte Freiheitlichkeit besteht ja heute darin, demokratische Andersdenkende heute öffentlich zu diffamieren und anzufallen.


Nur: Realen Gegebenheiten, Naturgesetzen will man sich in Deutschland nicht unterwerfen, da wird in Allmachtsphantasien aufbegehrt. Da wird es dann prinzipiell und hoch symbolisch. Nur von Menschen lässt sich der Deutsche beherrschen, nicht von Tatsachen. Hier soll nach dem Willen unserer Regierenden und ihrer Wasserträger der Triumph des (politischen) Willens über die Materie gelten, auf dass jeder still-bewaldete Hügelkamm mit Windrädern als Herrschaftszeichen der vermeintlich neuen Zeit gepfählt werde. Hier maßt sich der Mensch an, ganze Planeten zu retten, die Milliarden Jahre ganz bekömmlich ohne seine Ratschläge existierten. Und wieder steht die ganze Verwaltung in deutschem Ausführungswillen beflissen stramm. Wie gehen wir demokratische Andersdenkende mit dem radikalen Dogma um, das heute einen eisenharten Herrschaftsanspruch über uns geltend macht? Das Dogma zeigt sich glasklar als die Behauptung, der Mensch führe einen zur Unbewohnbarkeit der Erde führenden Klimawandel herbei – folglich sei menschliches Handeln in kürzesten Zeiträumen zu ändern, und diese Änderung müsse zur Not mit autoritären Herrschaftsformen an den Konsensfindungsmechanismen unserer Demokratie vorbei bewirkt werden. Zunächst: Wir stellen das Dogma in Frage. Wir bestreiten seine Gültigkeit, denn wir hängen an unserer Selberdenkerqualität und an unserer Freiheit. Wir zweifeln, was eigentlich die Aufgabe der Wissenschaft wäre. Um nicht weniger als um unsere demokratische Freiheit geht es hier, und da nehmen wir es genau. Hier stehen sich beinahe unversöhnliche Positionen gegenüber, von denen aber die eine – unter der Anmaßung, dringend handeln zu müssen – zu einer Vergewaltigung der anderen – die zum Überlebenshindernis aufgebaut wird – durchaus bereit scheint. Man beachte nur, welche Formen außerparlamentarischen Drucks auf die politischen Entscheider inzwischen aufgebaut werden; ich habe darüber an anderer Stelle gesprochen. Man muss das Problem neu denken.


Der härteste Weg ist die Rückkehr zur Vernunft nach diesem enthemmten Rausch der Hysterie und gegenseitigen Denunziation. Die Illusion einer „ewigen“ Stabilität der natürlichen Umgebung, die mittels menschlichem Handeln herbeigeführt werden kann – mitsamt der aus dieser (zwanghaft anthropozentrischen) Idee abgeleiteten autoritären Anschläge auf unser demokratisches System – halte ich für schlicht größenwahnsinnig. „Sie wollten sein wie Gott“, ist die biblische Antwort, die auch einem Agnostiker einleuchtet, und dies mag auch die Maßlosigkeit vieler Forderungen erklären, ebenso wie die moralische Verdammung Derjenigen, die dem Klimazirkus a la Greta widersprechen. Natürlich ist das derzeitige Treiben der feuchte Traum eines jeden eitlen Klimaforschers, dem plötzlich beste TV-Sendezeit und realer politischer Einfluss winken. Dass sich das Klima auf der Erde schon immer wandelte, noch bevor Menschen die Erde besiedelten, ist jedem Drittklässler klar, der in seinem schlauen Saurier-Buch über die Entstehung des Buntsandsteins liest. Nehmen wir für Wahrheit, was chinesische Forscher uns darlegen. In China mag die Wissenschaft unter allerlei politischen Zwängen stehen, aber diese Zwänge sind sicherlich andere als die Interessen amerikanischer Großstiftungen. Aussagen dieser Forscher findet man auf der Homepage des privat finanzierten Europäischen Instituts für Klima und Energie EIKE, das sich dem politisch gewollten (denn hier kann man „Weltrettungskompetenz“ beweisen, wenn man schon kein ebenes Straßenpflaster hinkriegt, wie in Stuttgart, Urbanstraße) menschengemachten Klimahype wie das bekannte gallische Dorf entgegenstellt - s.  https://www.eike-klima-energie.eu/…/warmzeiten-sind-gute-z…/ Die chinesischen Forscher weisen mit wissenschaftlichen Mitteln, z.B. mittels Isotopenanalyse von Torfschichten, Baumringdaten, Analyse von Tropfsteinen, Sediment-Ablagerungen in Binnenseen, Pollenanalysen und dergleichen, nach, dass die in Mitteleuropa in historischer Zeit registrierten Klimaschwankungen im Großen und Ganzen auch auf der anderen Seite des Erdballs stattgefunden haben – die sogenannte Römische Wärmeperiode (etwa bis 240 n. Chr.), die Kaltzeit des Dunklen Zeitalters (ca. 240 – 800 n. Chr.) der sicherlich klimatisch bedingten Völkerwanderungen, die Mittelalterliche Warmperiode (ca. 800 – 1100 n. Chr.), in der Reiche gegründet und Kathedralen gebaut wurden, eine sogenannte Kleine Eiszeit (ca. 1400 – 1820 n. Chr.) mit Kriegen über Dekaden, zugefrorenen Wasserflächen auf holländischen Gemälden, Hungersnöten und Auswanderungswellen, und schließlich mit der heutigen Wärmeperiode ab ca. 1820. Festzuhalten ist, dass selbst in historischer, durch schriftliche Quellen beschriebener Zeit Kontinente übergreifende einheitliche Klimaschwankungen stattgefunden haben, die man schlicht nicht menschlicher Aktivität in Rechnung stellen kann. Denn weder gab es die heutige Bevölkerungsdichte, noch gab es relevante fossilen Kohlenstoff verbrennende Industrie.
Das notwendige Fazit aus diesen Funden lautet: Klimawandel kommt und geht als ein natürlicher Vorgang, auch ohne menschliches Zutun. Folglich ist es fruchtlos, eine Momentaufnahme in der Klimageschichte in Form eines Dogmas (de facto schon Herrschaftsdogmas) mit völlig irrationalen Mitteln konservieren zu wollen. Lieber sollten wir unsere Energien darauf richten, Veränderungen zu antizipieren und uns klug anzupassen. Dies wird in erster Linie in der Landwirtschaft vorgedacht werden müssen, die diejenigen Pflanzen- und Tierzüchtungen, die richtigen Fruchtfolgen und Arbeitsweisen zur Verfügung haben muss, um eine Milliardenbevölkerung auch unter klimatisch schwierigeren Bedingungen zu ernähren. Es wird weitergehen müssen in einer Arbeitswelt und Wirtschaft, die Ressourcen und Energie spart, angefangen bei einer gewissen Dezentralisierung, die die Schwerpunkte von Dienstleistung und Produktion wieder an den Wohnort bringt und unnötigen Aufwand einspart. Es wird nicht der Wettbewerb um „moralisch“ begründeten Rückbau sein, der uns voranbringt, sondern der Wettbewerb um Infrastruktur und hohe Lebensqualität bei weniger Leerlauf. Diese Fragen sind nicht durch Dogmen zu lösen, die auf die Probleme nationaler Befindlichkeiten und paradiesischer Sehnsüchte antworten sollen. Sondern müssen einen Pragmatismus zeigen, der ohne Scheuklappen analysiert was ist, und was verändert werden muss, damit wir auch künftig sicher, mit dem wünschenswerten Komfort, vor allem aber politisch frei leben können. Ketzerisch gesagt: Wenn der Deutsche sich der durch Menschen immer veränderbaren menschlichen Herrschaft in Erwartung von Gewinn so beflissen anpasst, wieso sollte er nicht in der Lage sein, natürliche Zyklen zu respektieren und sich nach ihnen zu richten? Nur weil er sich hier wider alle Wirklichkeit als Klima-Herr fühlen will, als Welt-Herr, wo er im gesellschaftlich-politischen Leben dem von tyrannischen gesellschaftlichen Minderheiten diktierten Zeitgeist buckelt? Darwin sagt: Nicht notwendig der Intelligenteste überlebt, nicht unbedingt der Klügste, sondern derjenige, der sich am schnellsten anpasst. Das ist das Gesetz der Natur, wenn wir uns nicht in unfassbarer Hybris zu vermeintlichen Klimagestaltern aufwerfen, die doch nichts bewirken. Überhaupt einmal muss die Bereitschaft da sein, auf das natürlich Kommende einzugehen und nicht im Klimaretter-Götzendienst die Wirklichkeit und die Gesellschaft zu vergewaltigen. Bremsen wir die Machtsucher ein, geben wir den Ingenieuren wieder etwas Reales zu tun und lassen wir die Politiker endlich wieder Politik machen für die Menschen.


Wir demokratische Andersdenkende passen uns heute insofern an die Zukunft an, als wir unsere eigene Initiative behalten und uns nicht zu den Heloten einer Klimaoligarchie herabdrücken lassen, die mit dem Druck der Straße und gezielt-hysterisierenden Szenarien den parlamentarischen Volksvertretungen die Entscheidungsbefugnisse aus der Hand nimmt und diese zur Selbstentmachtung und Abdankung veranlasst. Wir beugen uns der Natur, aber nicht den herrischen Transformationsideologen, die uns unsere Freiheit nehmen wollen. Denn was Anderes ist denn das Auftreten der Klimafunktionäre mit ihrem herrischen Wahrheitsanspruch und den Anmaßungen ihrer radikalen Follower, die Demokratie habe als korrupt und ineffizient abgedankt, und jetzt seien drastische Maßnahmen und Entscheidungsformen nötig? Ich werde den Eindruck nicht los, wir haben es mit linken Hartkernpositionen zu tun, in der repräsentativen Demokratie nicht mehrheitsfähig, die sich jetzt eine neue Brechstange geschaffen haben. Und mit der Brechstange lassen wir uns nicht traktieren.
Ihr


Emil Sänze


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